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    Das Besucherzentrum

    Lesehilfe für die Altstadt

    Besucherzentrum

    Mit dem neuen Welterbe-Besucherzentrum gibt es im Herzen der Altstadt von Bamberg erstmals einen Ort, der den außergewöhnlichen universellen Wert Bambergs vermittelt und als „Lesehilfe“ für das Welterbe dient. Auf rund 220 qm Ausstellungsfläche werden die Besonderheiten des Welterbes „Altstadt von Bamberg“ vermittelt und in den internationalen UNESCO-Kontext eingebettet.
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    Dauerausstellung

    Das Welterbe-Besucherzentrum gewährt überblicksartig einen ersten Eindruck von der UNESCO-Welterbestätte Bamberg. Damit ersetzt es kein klassisches Museum mit einer in die Tiefe gehenden Sammlung, sondern sensibilisiert Einheimische und Besuchende für die Eigenheiten des Ortes und schärft ihr Bewusstsein für die Belange des Welterbes.

    Die Dauerausstellung orientiert sich an den drei historischen Siedlungszentren Berg-, Insel- und Gärtnerstadt. Gebäudemodelle stellen Bambergs Bedeutung für den frühmittelalterlichen und barocken Städtebau dar. Neben Hörstationen, Filmen und digitalen Anwendungen laden ein Samenrad und das Stadtmodell zum interaktiven Kennenlernen des Weltkulturerbes ein. Verweise auf besondere Orte, an denen sich der außergewöhnliche universelle Wert Bambergs widerspiegelt, regen zu Erkundungstouren durch die Altstadt an.

    Öffnungszeiten, Anfahrt, Kontakt

    Öffnungszeiten
    Das Welterbe-Besucherzentrum ist von April bis Oktober von 10 bis 18 Uhr und von November bis März von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Täglich geöffnet außer an Neujahr, Karfreitag und an den Weihnachtstagen (25./26. Dezember). 2020 ist wegen Inventur zusätzlich vom 7. bis einschließlich 9. Januar geschlossen.

    Eintritt
    Der Eintritt ist frei.
    Führungen durch die Ausstellung können unter besucherzentrum@welterbe.bamberg.de zum Preis von EUR 60,- (Schulklassen EUR 50,-/ Englisch EUR 70,-) gebucht werden.

    Anfahrt
    Das Welterbe-Besucherzentrum ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln über die Haltestelle Schranne (Buslinien 901, 910, 912, 918 und 989) erreichbar.

    Für die Anreise mit dem PKW stehen mehrere Parkmöglichkeiten in der Nähe zur Verfügung.

    Kontakt
    Welterbe-Besucherzentrum Bamberg
    Untere Mühlbrücke 5
    96047 Bamberg

    Fon: 0951 87 1816
    E-Mail: besucherzentrum@welterbe.bamberg.de
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    Mehr zum Thema

    Chronik

    • Erste Mühlen in diesem Bereich bereits zu Zeiten Kaiser Heinrichs II.
    • Brudermühlverband vom 13. Jhd. bis 19. Jhd.
    • Heutige Anschrift Untere Mühlbrücke 5 war ein Komplex aus mehreren Mühlen, zuletzt Leibels-, Kaufmanns- und Sterzermühle
    • Um 1639: Errichtung der Sterzermühle
    • 1839: Großbrand vernichtet fast alle Mühlen in dem Gebiet
    • 1840: Wiederaufbau der Sterzermühle
    • 1945: Beschädigung der Sterzermühle zum Ende des Zweiten Weltkrieges
    • 1950: Abtragung der Sterzermühle bis auf Erdgeschoss
    • 2000: Sanierungsgebiet Untere Mühlen erhält im weltweiten Wettbewerb „Union Internationale des Architectes" (UIA) zum Thema "Architektur und Wasser" „Lobende Erwähnung“
    • 2005/2006: Gestaltungswettbewerb für die Untere Mühlbrücke 5 (Planungen kommen nicht zur Umsetzung)
    • 2015: Stadtratsbeschluss zur Einrichtung des Welterbe-Besucherzentrums im Neubau Untere Mühlbrücke 5
    • 2016: Beginn der Bauarbeiten
    • 2018: Richtfest / Turbinenfest
    • 2019: Eröffnung des Welterbe-Besucherzentrums

    Historie

    Die Nutzung der Wasserkraft auf den Unteren Mühlen ist historisch verwurzelt. Bereits im Zweidler-Plan, der Bamberg im Jahr 1602 zeigt, sind einige Gebäude des Mühlenkomplexes eingezeichnet. Von den ehemaligen fünf Mühlen existieren heute noch die Vogtherrnmühle und die Huthsmühle. Nachdem die Westwand der Leibelsmühle im Jahr 1882 eingestürzt war, erfolgte 1904 ihr Abriss. Im Krieg 1945 wurde die Kaufmannsmühle zerstört und die angrenzende Sterzermühle schwer beschädigt. Diese Beschädigung war so stark, dass die Sterzermühle fünf Jahre später bis auf das Erdgeschoss abgetragen wurde.
    Die Fassadenreste wurden in den Neubau 2019 integriert.
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    Neubauphase

    Mit dem Stadtratsbeschluss vom 16. Dezember 2015 fiel der Startschuss für die Einrichtung des Welterbe-Besucherzentrums. Im folgenden Jahr begannen die Bauarbeiten unter erschwerten Bedingungen: Für den Neubau auf den Unteren Mühlen kamen Motorboote und Taucher zum Einsatz. Bei archäologischen Grabungen auf der Baustelle wurden Mühlsteine und rund 900 Eichenpfähle aus dem 11. bis 18 Jahrhundert entdeckt. Aufsehen erregte im Sommer 2018 ein fälschlicher „Bombenalarm“, der die Bauarbeiten für einen Tag still legte. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der vermeintlichen Bombe um eine Metallspitze eines Gründungspfahls handelte. Einen Monat später wurde das Richtfest gefeiert bei dem die Turbine in Betrieb genommen wurde. Nach einer Bauzeit von drei Jahren wurde das Welterbe-Besucherzentrum am 29. April 2019 feierlich eröffnet.

    Das Fünf-Minuten-Bild und das Zeitraffer-Video einer Webcam zeigen den Baufortschritt.

    Gebäude

    Durch den Einbezug der historischen Fassadenreste knüpft das Welterbe-Besucherzentrum an die ehemalige Nutzung und Blütezeit des Unteren Mühlenviertels an. Über das offen gestaltete und mit Informationen zum Thema UNESCO-Welterbe ausgestattete Treppenhaus gelangt man in das Obergeschoss, in dem sich der Ausstellungsraum befindet. Im Dachgeschoss hat die Verwaltung des Zentrums Welterbe Bamberg ihren Sitz. Ein Besuch der Ausstellung lässt sich hervorragend mit dem kulinarischen Genuss verbinden, zu dem die Tagesbar und Vinothek HENRII im Erdgeschoss einlädt. Bei gutem Wetter kann auf der großzügigen Terrasse mit Blick auf das Alte Rathaus gespeist werden. Unter der Terrasse generiert eine 15 Tonnen schwere Turbine Energie für rund 300 Haushalte und führt die historische Mühlenfunktion fort.
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    Welterbe-Shop

    Auf der Suche nach einem Andenken an den Besuch in Bamberg oder einem Geschenk für die Liebsten werden Besuchende im direkt an die Ausstellung angrenzenden Welterbe-Shop fündig. Hier werden eine Vielzahl regionaler Produkte und Köstlichkeiten sowie Informationsmaterial und Bücher mit Bezug zum Welterbe angeboten.

    Pop-Up-Zentrum

    Plötzlich „aufgepoppt“ und eröffnet! Sogenannte Pop-up-Stores – Ladengeschäfte auf Zeit – kennt man vor allem aus Großstädten. 2017 nutzte das Zentrum Welterbe Bamberg das innovative Format, um einen Vorgeschmack auf das Welterbe-Besucherzentrum auf dem Areal der Unteren Mühlen zu geben. Eine Woche lang lud das Welterbe-Team auf die Obere Brücke zu Diskussionen, Vorträgen und persönlichen Gesprächen rund um das neue Ausstellungskonzept ein.

    Eindrücke des Pop-Up-Stores vermittelt ein Facebook-Fotoalbum.
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