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    2020 beschleunigt Digitalisierung

    Zentrum Welterbe blick auf ein Jahr im Stop-and-Go-Modus zurück

    18.12.2020

    2020 beschleunigt Digitalisierung

    Verheißungsvoll hat es begonnen, das Jahr 2020: Das neue Welterbe-Besucherzentrum lockte zahlreiche Arbeitskreise nach Bamberg. Der Arbeitskreis „World Heritage Education“ tagte zum Anfang des Jahres ebenso im fränkischen Rom wie der Arbeitskreis „Informations- und Besucherzentren“ der Deutschen UNESCO-Kommission. Auch eine hochrangige Delegation aus Österreich stattete der Welterbestadt einen Besuch ab.

     

    Als Mitte März der erste Pandemie-bedingte Lockdown angeordnet wurde, blieb auch das Welterbe-Besucherzentrum für zehn Wochen geschlossen. Nach mehreren ereignisreichen Jahren in Folge diente diese Unterbrechung der Anbahnung neuer Projekte. Dabei entstanden Schulmaterialien mit Welterbe-Bezug für Grundschulkinder, Beteiligungen an Publikationen und eine verstärkte Präsenz in den Sozialen Medien (Facebook; Instagram).

     

    2020 fand der UNESCO-Welterbetag zum ersten Mal digital statt. Eine eigens von der Deutschen UNESCO-Kommission für den Zweck eingerichtete Website ermöglichte virtuelle Entdeckungstouren durch das Kultur- und Naturerbe Deutschlands.

     

    Dem Einsatz der Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim ist es zu verdanken, dass die Ausstellung auf den Unteren Mühlen hier  inzwischen auch virtuell besucht werden kann.

     

    Zum Solidaritätstag der Welterbestädte im September filmte das Zentrum Welterbe in Zusammenarbeit mit dem Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg Grußbotschaften an Welterbestätten rund um den Globus, die 2020 ein rundes Jubiläum feiern, um trotz teilweise geschlossener Grenzen ein Zeichen der Zusammengehörigkeit zu setzen. Internationale Kooperationen fanden 2020 vor allem über digitale Plattformen statt. Auch an den Feierlichkeiten der Deutschen UNESCO-Kommission anlässlich des 75-jährigen Bestehens beteiligte sich das Zentrum Welterbe virtuell.

     

    Pünktlich zum zweiten Lockdown startete die Mundart-Kampagne #WelterbeFürRespekt. In den Sozialen Medien und auf Plakatwänden wurden prägnante Sätze auf Fränkisch präsentiert, um bei diskriminierendem Verhalten Stellung zu beziehen. Schließlich ist die Welterbekonvention vor allem ein Instrument der Völkerverständigung und der internationalen Zusammenarbeit.

     

    „Wir haben 2020 nicht nur Masken getragen und Abstand gehalten“, fasst Patricia Alberth, Leiterin des Zentrums Welterbe Bamberg, zusammen und verweist auf Bambergs Smart City Projekt. „Wir haben die Weichen gestellt für eine Zukunft, in der die Digitalisierung voranschreiten und in der nachhaltiges Handeln weiter an Bedeutung gewinnen wird.“