Internationales
Welterbe heißt Völkerverständigung
Internationales
Die Welterbekonvention ist vorrangig ein Instrument der Völkerverständigung und der internationalen Zusammenarbeit. Vor diesem Hintergrund engagiert sich Bamberg in zahlreichen internationalen Netzwerken. Ziel des Austausches ist es, sich über die Herausforderungen mit dem Umgang und sowie über die Chancen des Welterbetitels zu informieren, Kontakte zu knüpfen und die eigene Expertise mit anderen zu teilen.

ICOMOS
Die Abkürzung ICOMOS steht für „International Council on Monuments and Sites“ (Internationaler Rat für Denkmalpflege). Die nichtstaatliche Organisation hat ihren Hauptsitz in Paris, Frankreich und nimmt beratende Aufgaben gemäß der Welterbekonvention von 1972 wahr. Dafür bestehen Nationalkomitees in mehr als 120 Ländern (auch in Deutschland) und 25 internationale wissenschaftliche Komitees. ICOMOS setzt sich weltweit für den Schutz und die Erhaltung von Denkmälern und historischen Weltkulturerbestätten ein.
ICCROM

OWHC
Die Organisation der Welterbe-Städte (Organization of World Heritage Cities, OWHC) wurde am 8. September 1993 in Fez, Marokko, gegründet. Ziele des Städtenetzwerks sind neben der Umsetzung des „Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ (UNESCO-Welterbekonvention) auch die Förderung der Zusammenarbeit von Welterbe-Städten, insbesondere der Austausch von Informationen und Fachwissen.
Derzeit sind 324 Städte aus fünf Kontinenten Mitglied der OWHC. Das Netzwerk hat seine Zentrale in Quebec, Kanada.
Weitere Informationen zur OWHC gibt es im Internet unter www.ovpm.org.
Fachlicher Austausch und internationale Zusammenarbeit
Internationaler Trainingskurs in Urbino, Italien


Workshop "Welterbe & Nachhaltigkeit" in Amsterdam, Niederlande
Interreg
„PopUpUrbanSpaces“
Auf Initiative der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union hin dienen Interreg-Projekte seit über 30 Jahren der transnationalen Zusammenarbeit europäischer Regionen und Städte. Inhaltlich steht der Alltag der Bevölkerung im Fokus: von Energie und Klima über Verkehr bis hin zu Sozialem. Das Zentrum Welterbe vertritt die Stadt Bamberg im Urbanistik-Projekt „PopUpUrbanSpaces“, um sich im Zeitraum von 2023 bis 2026 Alternativen zur autoorientierten Mobilität und einer lebenswerten, grünen Gestaltung des öffentlichen Raums zu widmen. Beteiligt sind neben dem deutschen Bamberg Partner aus Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Slowenien und Ungarn, so dass ein Wissens- und Erfahrungsaustausch generiert werden kann. Das Projekt wird durch das Interreg-Programm „CENTRAL EUROPE“ unterstützt und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bezuschusst.
Projekt-Facebook | Projekt-Website
Projekt-Titel: Facilitating Shift Towards Active Forms of Mobility by Changing the Attitude and Travel Behaviour of Residents Through the Use of Green, Low-cost Tactical Urbanism and Placemaking Solutions

Internationaler Besuch aus Kuwait

Workshop "Integrierte Management-Planung" in Notodden, Norwegen
Bamberg bei der 46. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Neu-Delhi vertreten
Die Relevanz der Welterbestätten für die internationale Gemeinschaft wurde in der Begrüßu8ng des indischen Premierministers, Herr Narendra Modi, und der UNESCO-Generaldirektorin, Frau Audrey Azouley, hervorgehoben. Das Welterbemanager-Forum ermöglichte merh als 80 Teilnehmenden aus aller Welt, sich über die aktuellen Herausforderungen und innovativen Ansätze im Welterbemanagement auszutauschen. Im diesjährigen Fokus stand das Thema "Welterbe und lokale Gemeinschaften - nachhaltiges Management der Welterbestättena". Zu den wichtigsten Aspekten, die diskutiert wurden, gehörten die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften und die stärkere Beteiligung junger Menschen, die Rolle des Welterbes für nachhaltige Entwicklung, oder Welterbeverträglichkeitsprüfungen und Katastrophenrisikomanagement.


Declaration of the 6th World Heritage Site Managers´Forum
Internationaler Workshop "Managing Urban Heritage for Sustainable Development in World Heritage Context" zusammen mit ICCROM


Ziel war es, die konkreten Bedürfnisse des Managements im städtischen Kontext zu identifizieren und einen Rahmenplan für die Hauptarbeitsfelder eines integrativen Managements zu entwickeln. Der Workshop brachte Expert:innen aus Welterbestätten wie Urbino (Italien), Brügge (Belgien), Rjukan (Norwegen), Bath (Großbritannien), Regensburg (Deutschland), sowie Forschende udn Vertreter:innen des Auswärtigen Amtes und der lokalen Planungsbehörden zusammen. Die Ergebnisse des Workshops fließen direkt in die Überarbeitung des Managementplans für das UNESCO-Welterbe Bamberg ein. Dies unterstreicht die Bedeutung Bambergs als europäisches Kompetenzzentrum für den Austausch über nachhaltige Stadtentwicklung im Welterbekontext. Die Veranstaltung stärkte zudme die internationale Vernetzung und Positionierung Bambergs.
OWHC-Workshop "World Heritage in Young Hands"
Schülerinnen und Schüler aus UNESCO-Projektschulen betonten ihr Interesse an interaktiven, unterhaltsamen und audiovisuellen Formaten, insbesondere kurzen Videos, Social Media-Inhalten und gamifizierten Erlebnissen, während klassische Führungen wenig Anklang fanden. Im Workshop wurdne neue Kommunikationsstrategien wie Social Media-Kampagnen und Storytelling-Programme thematisiert. Das Zentrum Welterbe Bamberg wurde von Frau Tamara Winkhardt-Möglich vertreten.

Stärkung der internationalen Sichtbarkeit
Welterbe-Besuchszentrum auf der Architektur-Biennale in Venedig
Das zentrale Thema der Biennale war die Bedeutung von Anpassungsfähigkeit und interdisziplinärer Zusammenarbeit. In Zeiten globaler Heruasforderungen mussnicht nur Architektur und Stadtplanung, sondern auch das Welterbe auf unterschiedliche Formen von Intelligenz zurückgreifen: die Intelligenz der Natur, der Technologie und der Gemeinschaft. Diese Impulse bieten wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung des Welterbes in Bamberg.
Damit erhielt das Zentrum eine bedeutende internationale Anerkennung für die gelungene Verbindung von Wissensvermittlung, Welterbe-Management und Architektur - eine große Ehre für die Stadt Bamberg und Bestätigung der kreativen und inhaltlichen Arbeit am Welterbe-Besuchszentrum.









