Nationales
Welterbe als nationale Aufgabe
Nationales
Für den Schutz und die Erhaltung des Kultur- und Naturerbes der Welt sind in Deutschland zahleiche Akteure zuständig. Vor diesem Hintergrund engagiert sich Bamberg in unterschiedlichen nationalen Arbeitskreisen und Netzwerken. Ziele der Netzwerke sind neben der Umsetzung des „Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ (UNESCO-Welterbekonvention) auch die Förderung der Zusammenarbeit von Welterbestätten, insbesondere der Austausch von Informationen und Fachwissen.
Arbeitskreis Bayerische UNESCO-Welterbestätten
Der Arbeitskreis Bayerische UNESCO-Welterbestätten ist ein Zusammenschluss bedeutender Welterbestätten im UNESCO-Freistaat Bayern. Ziel des Arbeitskreises ist es, die besonderen kulturellen und historischen Werte dieser Stätten zu bewahren, weiterzuentwickeln und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei beschäftigt sich der Arbeitskreis intensiv mit Fragen des Denkmalschutzes, nachhaltigen Tourismuskonzepten sowie der Vermittlung des Welterbegedankens.
Zu den zentralen Aufgaben gehören die Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Erhaltung der Welterbestätten, die Abstimmung gegenüber politischen Entscheidungsträgern sowie der kontinuierliche Austausch von Erfahrungen und Best Practices zwischen den Mitgliedern. Darüber hinaus engagiert sich der Arbeitskreis in Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um das Bewusstsein für das kulturelle Erbe Bayerns zu stärken.
Mitglieder des Arbeitskreises sind unter anderem die Welterbestätten in Bamberg, Regensburg mit Stadtamhof, die Wieskirche, das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth sowie der Obergermanisch-Raetische Limes. Durch die enge Zusammenarbeit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zum Schutz des UNESCO-Welterbes in Bayern.

Arbeitskreis Bayerische UNESCO-Welterbestätten in Bamberg
Vertreterinnen und Vertreter der bayerischen Welterbestätten kamen im Zentrum Welterbe Bamberg zusammen, um aktuelle Fragen des Welterbemanagement und -vermittlung zu diskutieren. Im Fokus standen Themen wie erneuerbare Energien, die Vereinbarkeit von Nutzung und Schutz sowie zeitgemäße Vermittlungsstrategien, insbesondere für junge Zielgruppen.
Den Abschluss bildeten eine Führung durch das Welterbe-Besuchszentrum sowie eine Besichtigung der Adreaskabelle und des Dachstuhls des Bamberger Doms.
Arbeitskreis Bayerische UNESCO-Welterbestätten in Augsburg
Neben dem Regionalen Aktionsplan für das Welterbe in Europa und Nordamerika (2024-2031) wurden aktuelle Projekte, Erfahrugnen und Planugnen aus den einzelnen Welterbestätten vorgestellt. Gemeinsame Herausforderungen sind unter anderem erneuerbare Energien, Welterbeverträglichkeitsprüfungen, begrenzte personelle Ressourcen und teils unklare rechtliche Rahmenbedingungen für das Welterbe-Management.
Arbeitskreis UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutschen Städtetages
Der Arbeitskreis UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutscher Städtetag ist ein Zusammenschluss deutscher Städte mit historischen Altstädten, die als UNESCO-Welterbe anerkannt sind. Ziel des Arbeitskreises ist es, den besonderen Anforderungen dieser einzigartigen Stadträume gerecht zu werden und deren Schutz, Pflege sowie nachhaltige Weiterentwicklung sicherzustellen.
Im Mittelpunkt der Tätigkeit stehen der fachliche Austausch zu Themen wie Denkmalschutz, Stadtentwicklung und Tourismusmanagement sowie die Erarbeitung gemeinsamer Positionen gegenüber Politik und Verwaltung. Darüber hinaus dient der Arbeitskreis als Plattform, um Erfahrungen im Umgang mit den besonderen Herausforderungen von Welterbe-Altstädten – etwa Nutzungskonflikten, Besucherlenkung oder Klimaanpassung – zu teilen und voneinander zu lernen.
Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Städte wie Bamberg, Regensburg, Lübeck, Stralsund und Wismar. Durch ihre Zusammenarbeit tragen sie dazu bei, das kulturelle Erbe der historischen Altstädte langfristig zu sichern und zugleich lebendige, zukunftsfähige Stadtstrukturen zu erhalten.


Arbeitskreis UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutschen Städtetages in Bamberg
Vertreterinnen und Vertreter nahezu aller deutschen Welterbestädte nahmen teil - so viele wie noch nie zuvor. Diskutiert wurden unter anderem Katastrophenschutz, Welterbeverträglichkeitsprüfungen, Bürgerbeteiligung, der Umgang mit erneuerbaren Energien im historischen Stadtraum sowie innovative Vermittlungsansätze. Die hohe Beteiligung unterstrich die Bedeutung dieses Formats für die Weiterentwicklung der kommunalen Welterbearbeit.
Arbeitskreis UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutschen Städtetages in Lübeck
Im Mittelpunkt standne der neue UNESCO-Leitfaden zu erneuerbaren Energien im Welterbekontext sowie der regionale Welterbe-Aktionsplan. Ergänzend berichteten die Städte üebr aktuelle Entwicklungen und Projekte. Frau Friederike Hansell, Focal Point für Welterbe im Auswärtigen Amt, informierte über neue internationale Entwicklungen. Das Treffen bestätigte die Rolle des Arbeitskreises als zentrales Forum für Wissenstransfer und gemeinsame Positionierung der deutschen Welterbe-Altstädte.

Auswärtiges Amt
Das Auswärtiges Amt spielt eine zentrale Rolle im deutschen UNESCO-Welterbesystem und vertritt Deutschland auf internationaler Ebene innerhalb der UNESCO. Es koordiniert die deutschen Positionen zur Welterbekonvention und übernimmt die Abstimmung mit internationalen Partnern.
Im Rahmen nationaler Netzwerke unterstützt das Auswärtige Amt die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Welterbestätten. Ziel ist es, den Schutz und die nachhaltige Entwicklung des UNESCO-Welterbes zu sichern sowie den internationalen Austausch und die kulturelle Verständigung zu fördern.
Site Manager Forum im Auswärtigen Amt zur Bewertung der Effektivität des Managements von Welterbestätten
Im Mittelpunkt stand die neue Publikation "Enhancing Our Toolkit 2.0", die im November 2023 von der UNESCO und den beratenden Gremien des UNESCO-Welterbekomitees (ICCROM, ICOMOS und IUCN) herausgegeben wurde. Das Handbuch legt einen praktischen Leitfaden zur Analyse und Optimierung von Managmentsystemen für Welterbesätten fest.
Die Teilnehemenden haben in interaktiven Arbeitsgruppen Themen wie Welterbe-Attribute, Grenzen, Pufferzonen und weiteres Umfeld, Governance-Strukturen, rechliche Rahmenbedingungen, Monitoring udn nachhaltige Managementprozesse diskutiert. Zudem gaben Referentinnen und Referenten Einblicke in Case Studies aus europäischen Welterbestätten.
Der Workshop bot Site Managern eine wertvolle Gelegenheit, sich über bewährte Mehtoden auszutauschen und Strategien für eine effektive und nachhaltige Verwaltung von Welterbestätten zu entwickeln.









