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    Interview

    Patricia Alberth zum Weltfrauentag

    08.03.2020

    Interview

     

    Seit 1911 feiern Frauen den "Internationalen Tag der Frauen", an dem weltweit auf Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. Der Tag soll die bisherigen Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung feiern, Aufmerksamkeit für bestehende Diskriminierung und Ungleichheiten schaffen und dazu ermuntern, sich selbst für eine Gleichstellung von Mann und Frau einzusetzen.

     

    Zum diesjährigen Weltfrauentag interviewte Lukas Pitule von der Multimedia-Redaktion der Bamberger Medienkraft Verstärker GmbH Führungskräfte der Welterbestadt – darunter auch Patricia Alberth, die seit 2013 das Zentrum Welterbe Bamberg leitet:

     

    Was war der beste Rat, den Sie in Ihrem Leben bekommen haben?

    Geh‘ dahin, wo Du etwas bewirken kannst.

     

    Welche Frau hat Sie bisher am meisten inspiriert?

    Ich finde respektvolles Miteinander, Mut, Souveränität und verantwortungsvolles Handeln grundsätzlich inspirierend – unabhängig vom Geschlecht.

     

    Wie sehen Sie 2020 die Rolle der Frau in der Gesellschaft?

    Von der Rolle der Frau können wir im 21. Jahrhundert in Deutschland meiner Ansicht nach nicht mehr sprechen. Frauen wie Männer stehen heute vor einer Fülle möglicher Lebensentwürfe. Die Kunst ist es, einen Lebensentwurf zu wählen, der mit den eigenen Werten, Fähigkeiten und Ambitionen sowie denen des Partners oder der Partnerin vereinbar ist. Soweit die privilegierte Sicht. Die muss ich mir als Frau aber erst einmal leisten können!

     

    Wo sind heute Ihrer Meinung nach noch gesellschaftliche Hindernisse für Frauen?

    Die gesellschaftlichen Hindernisse sind meiner Meinung nach vor allem in unseren Köpfen.

     

    Wo sehen Sie die Frauen in 50 Jahren?

    Ich hoffe, dass sich diese Frage in 50 Jahren nicht mehr stellt!

     

    Welchen Rat geben Sie jungen Frauen?

    Nehmt Euer Leben in die Hand, traut Euch was zu und unterstützt einander!

     

    Sind wir in einer gleichberechtigten Gesellschaft angekommen?

    Vor dem Gesetz ist die Gleichberechtigung gegeben. In wie vielen Partnerschaften Gleichberechtigung auch im Haushalt, bei den Finanzen, bei der Kinderbetreuung und der Pflege Angehöriger gelebt wird, steht auf einem anderen Blatt.

     

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