Neuerscheinung zum Urbanen Gartenbau

    Das Zentrum Welterbe Bamberg wirkt am Sammelband „Urban Agricultural Heritage“ der RWTH Aachen mit.

    14.12.2022

    Neuerscheinung zum Urbanen Gartenbau

    Zwei Jahre lang arbeiteten die Forschenden des Lehrstuhls für Landschaftsarchitektur der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen unter Prof. Frank Lohrberg zusammen mit internationalen, interdisziplinären Fachleuten und Masterstudierenden an dem Sammelband zu Urbanem Gartenbau, der nun im Birkhäuser Verlag erschienen ist.

    Neben Artikeln unter anderem aus Tokyo, Belgrad, Lissabon, Guangzhou und Granada ist auch der Urbane Gartenbau in Bamberg vertreten. Der Beitrag von Diana Büttner, stellvertretende Leiterin des Zentrums Welterbe Bamberg, beleuchtet die Situation des innerstädtischen Erwerbsgartenbaus in Bamberg und gibt Einblicke in den Balanceakt der Erhaltung eines Siedlungs- und Anbaugebietes zwischen materiellem und immateriellem Erbe.

     

    Bamberger Gärtnerstadt kann Impulse geben

    „Ziel des Forschungsprojektes war, Urbanen Gartenbau nicht nur als modernes Phänomen der letzten Jahrzehnte, sondern in seiner Vielschichtigkeit und Verankerung in der Geschichte zu begreifen und zu erforschen. Insbesondere angesichts aktueller Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der globalen Abhängigkeit von Lieferketten ist es wichtig, einen Blick zurück zu werfen: Die Bamberger Gärtnerstadt, ein fester Bestandteil des UNESCO-Welterbes, in der Urbaner Gartenbau immerhin seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesen ist, kann hier relevante Impulse für unsere Zukunft geben“, so Diana Büttner.

    Das Buch geht in verschiedenen Fallstudien der Frage nach, inwiefern innerstädtischer Gartenbau Teil unseres kollektiven Erbes ist und in welchen Dimensionen er auf der ganzen Welt erlebt und entwickelt werden kann. Ob in Belgrad, Badalona oder Bamberg – die Publikation zeigt auf, dass die Betrachtung von Urbanem Gartenbau als gemeinsames Erbe lokalen Akteuren hilft, ihre Städte und Lebensmittelproduktion in Zukunft nachhaltiger zu gestalten und damit historische innerstädtische Grünflächen zu erhalten. Zuletzt gibt „Urban Agricultural Heritage“ Einblicke in globale Schutzstrategien und entwickelt Handlungsempfehlungen und Perspektiven für die Anerkennung traditioneller Systeme als kulturelles Erbe weltweit.

     

    Der Band kann hier als E-Book oder im Fachhandel erworben werden.

     Foto: RWTH Aachen, F. Krämer

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