Zentrum Welterbe Bamberg
Stadt Bamberg
Untere Mühlbrücke 5
96047 Bamberg
+49 (0) 951 87 1811
info@welterbe.bamberg.de
Zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 hat das Zentrum Welterbe Bamberg ein vielfältiges Programm rund um die UNESCO-Welterbestätte „Altstadt von Bamberg“ präsentiert. Im Mittelpunkt stand das Thema „Welterbe und Nachhaltigkeit“.
Das Angebot stieß auf reges Interesse: Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Verbindung zwischen Denkmalen und Nachhaltigkeit zu informieren und mit den Mitarbeitenden des Zentrums Welterbe Bamberg ins Gespräch zu kommen. Dabei ergaben sich Anregungen und ein lebendiger Austausch über die Bedeutung des Welterbes für die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner.
Die Ausstellung „Welterbe und Nachhaltigkeit – Die Zukunft ist älter als Sie denken“ zeigte anhand von Beispielen aus Bamberg und UNESCO-Welterbestätten weltweit, dass viele Prinzipien nachhaltiger und klimaangepasster Gestaltung bereits in historischen Bauweisen, Stadtstrukturen und Landnutzungsformen verankert sind. Ob natürliche Kühlung durch Innenhöfe, begrünte Dächer und Windtürme, die Nutzung lokaler Materialien, traditionelle Wassermanagementsysteme, kurze Wege und vielfältige Stadtquartiere oder die Reparatur und Weiterentwicklung bestehender Gebäude – überliefertes Wissen bietet konkrete Lösungen für die Herausforderungen der Gegenwart.
Historische Mühlenviertel
Passend zum bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ vermittelten vier Kurzführungen unter dem Titel „Bamberg im Netzwerk: Mühlen, Wasser und Welterbe“ Einblicke in die Geschichte der Unteren und Oberen Mühlenviertel in Bamberg. Dabei wurde erklärt, wie die Mühlen entlang der Regnitz miteinander verbunden waren und welche Bedeutung Wasser, Mühlen und ihre unterschiedlichen Nutzungen für die Entwicklung der Stadt hatten. Als Teil eines größeren wirtschaftlichen und sozialen Netzwerks prägten die einzelnen Mühlen gemeinsam die historische Stadtstruktur, die heute UNESCO-Welterbe ist. Die Führungen stellten zugleich Bezüge zum heutigen Bamberg und anderen Welterbestätten weltweit her. Auch hier nutzten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eigene Perspektiven und Erfahrungen einzubringen.
Ergänzend war die seit Juli im Zentrum Welterbe Bamberg gezeigte Ausstellung „Welterbe und Nachhaltigkeit“ zu sehen, die in Kooperation mit Studierenden der Europäischen Ethnologie der Otto Friedrich-Universität Bamberg entstanden ist. Vier interaktive Stationen zeigten, wie Welterbestätten zu nachhaltiger Entwicklung beitragen können – etwa durch soziale Begegnung, regionale Kreisläufe sowie historische und ökologische Bauweisen. Mitmachangebote und Experimente ermöglichten es den Besuchenden sich auf spannende Weise mit diesen Themen auseinanderzusetzen und sie selbst zu erleben. Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober im Zentrum Welterbe Bamberg zugänglich.
Fotonachweis: Stadtarchiv Bamberg, Nadine Gumpert



